Am 17. und 18. Juli 2026 geht es wieder nach Bertingen, irgendwo schön zwischen Magdeburg und Stendal. Das Rock unter den Eichen 2026 steht an und der Flyer sieht schon wieder so aus, als würde man nach zwei Tagen nicht mehr genau wissen, ob der Staub in den Schuhen, im Bart oder direkt in der Lunge sitzt.
Seit 2004 läuft das Ding nun schon und wer das Festival kennt, weiß: Hier geht es nicht um Hochglanz, VIP-Gedöns oder Festival-Etepetete. Hier geht es um Krach, Leute, Dreck, Bier, Camping, Bands und dieses schöne Gefühl, wenn man irgendwo auf einem Acker steht und denkt: Joa, genau so darf Sommer sein.
Das Billing 2026 sieht wieder ordentlich gemischt aus. Death Metal, Grind, Hardcore, Thrash, Punk, Groove, Krach und ein paar Namen, bei denen man vorher schon weiß, dass es vorne nicht gemütlich bleibt.
Zwischen Magdeburg und Stendal wird es laut
Bertingen ist jetzt nicht unbedingt der Ort, bei dem man sofort an internationales Festivalflair denkt. Muss aber auch gar nicht. Genau solche Orte machen diese kleineren Festivals oft aus. Kein riesiger Betonpark, keine endlosen Laufwege, sondern eher dieses bodenständige Ding: Bühne, Camping, Leute, Musik. Fertig.
Und genau das passt zu Rock unter den Eichen. Das Festival wirkt auf dem Flyer schon wieder angenehm ungeschönt. Dunkel, rot, dreckig, Schädel drauf, fertig. Man weiß direkt, welche Sorte Wochenende einen erwartet.
Das Line-up 2026
Ganz oben stehen 2026 Sornherry und Scalpture. Gerade Scalpture sind für Freunde von wuchtigem Death Metal natürlich ein sehr guter Grund, sich den Termin zu markieren. Die Band hat diesen schweren, kriegerischen Sound, der live ordentlich drücken dürfte. Kein nettes Nebenbei-Gedudel, sondern eher ein Brett, das sich langsam durch die Rippen fräst.
Sornherry passen mit ihrem Sound ebenfalls gut in diese dunklere Ecke. Black / Death mit ordentlich Atmosphäre und Druck. Das kann auf so einem Festival sehr gut funktionieren, gerade wenn es später am Abend etwas finsterer wird und die Bühne ordentlich Licht und Nebel bekommt.
Dazu kommen Jungle Rot. Muss man eigentlich nicht viel zu sagen. Old School Death Metal, schön geradeaus, schön stumpf im besten Sinne, schön effektiv. Jungle Rot sind so eine Band, bei der man ziemlich genau weiß, was man bekommt. Und manchmal ist genau das perfekt. Riff an, Kopf runter, los.
Torture Killer stehen ebenfalls dick auf dem Flyer und bringen eine weitere Portion Death Metal mit. Da wird vermutlich nicht lange um den heißen Brei gespielt. Wenn die loslegen, dürfte es direkt schön in die Fresse gehen.
Mit Drill Star Autopsy, Acranius, Dark Oath, Cyhiriaeth, Rise of Kronos und Fall of Serenity geht es dann weiter durch die härteren Ecken. Gerade Acranius dürften für Slam- und Brutal-Death-Freunde interessant sein. Da wird es vorne garantiert nicht besonders zärtlich. Fall of Serenity wiederum sind ein schöner Name für alle, die Death Metal aus deutschen Landen auf dem Zettel haben.
Nicht nur Death Metal
Rock unter den Eichen war aber nie nur ein reines Death-Metal-Ding, und das sieht man auch 2026 wieder. Unten auf dem Flyer stehen noch einige Namen, die das Ganze schön auflockern und wahrscheinlich für ordentlich Bewegung sorgen.
Artless, V8 Wankers, Hate Dot Com, Fleshworks, Psycrotted, APEP, Iron Priest, Cult of Void, Chaos and Confusion und Gangrena Gasosa sind ebenfalls dabei. Das liest sich nach einem schönen Gemisch aus Punk, Rock, Thrash, Death, Grind und allgemeinem Bühnenchaos.
Gerade solche Slots machen Festivals dieser Größe oft besonders. Klar, man markiert sich vorher die großen Namen. Aber am Ende bleibt man dann doch bei irgendeiner Band hängen, die man vorher kaum auf dem Schirm hatte, und steht plötzlich mit einem Bier in der Hand vorne, während irgendwer komplett eskaliert.
Meine ersten Highlights
Für mich wären auf jeden Fall Scalpture, Jungle Rot, Torture Killer, Acranius, Fall of Serenity und Fleshworks die ersten dicken Markierungen.
Scalpture wegen dieser schweren Death-Metal-Wucht.
Jungle Rot, weil Old School Death Metal auf einem solchen Festival einfach immer geht.
Torture Killer, weil der Name schon nach wenig Kompromiss klingt.
Acranius, weil Slam und Brutal Death live meistens genau dann gut sind, wenn man gerade dachte, der Nacken hätte Pause.
Fall of Serenity, weil ich solche deutschen Death-Metal-Namen auf Festivals gerne mitnehme.
Und Fleshworks, weil die ebenfalls ordentlich Druck machen sollten.
Aber sind wir ehrlich: Bei Rock unter den Eichen fährt man nicht nur wegen zwei oder drei Bands hin. Man fährt hin, weil das Gesamtpaket passt. Zwei Tage draußen, laute Musik, keine Hochglanznummer und ein Billing, das genug Kanten hat.
Fazit
Das Rock unter den Eichen 2026 sieht wieder nach einem sehr stabilen Wochenende aus. 17. bis 18. Juli, Bertingen, ein Flyer voller Schädel, ein Billing mit ordentlich Death Metal, Grind, Punk, Rock und Krach. Genau die richtige Mischung für Leute, die Festivals lieber etwas direkter und dreckiger mögen.
Wer also Bock auf Scalpture, Jungle Rot, Torture Killer, Acranius, Fall of Serenity, Fleshworks und den ganzen Rest hat, sollte sich das Wochenende schon mal eintragen.
Bertingen wird wieder laut. Und vermutlich ziemlich staubig.