Party.San Metal Open Air 2017

Das Party.San 2017 öffnete auch in diesem Jahr auf dem Flugplatz bei der kleinen Stadt Schlotheim seine Tore. Nachdem das gewohnte Tor mit „Hell is Here“ passiert wurde, begrüßten einen auch gleich die freundlichen Security, die ich hier noch nie schlecht gelaunt erlebt habe und durchsuchten jegliches Auto nach Glas und großen Gasflaschen. Auf dem Gelände, vorbei an vielen reservierten Grünflächen haben uns die Security direkt eingewiesen. Eine super Anreise Organisation. Aber anderes erwartet hier auch keiner vom Party.San.

Donnerstag

Dieses Jahr durfte am Donnerstag die Heavy Metal Band von der Pazifikküste Night Demon das Festival eröffnen. Die Kalifornier heizen mit „Black Widows“ und „Screams In the Night“ richtig ein, während sich das Gelände langsam aber sicher füllte. Als Zugabe gaben die Jungs ein Iron Maiden Cover „Wasted Years“.

Weiter ging es mit der polnischen Band Azarath, diese lieferte eine schöne harte Mischung aus Black und Death Metal Riffs. Welche an die alte stärke von Behemoth anknüpfte, bevor sie ihren Stil geändert haben.

Und schon schalte es aus der Zeltbühne. In einem roten Nebelmeer stand Lucifericon auf der Bühne. Die Holländer kommen mit ihrem Death Metal gut beim vorhandenen Publikum an. Ich bin gespannt wie es mit den Jungs in Zukunft weiter geht.

Weiter ging es für mich auf der Zeltbühne mit The Lurking Fear. Sänger Tomas Lindberg und Drummer Adrian Erlandsson von At The Gates haben mit weiteren Namenhaften, schwedischen Musikern ein interessantes Death Metal Projekt auf die Beine gestellt. Schnelle Chaotische schwedische Riffs mit Horror Texten von H. P. Lovecraft.

Den musikalischen ersten Tag beendete für mich die Trash Metal Band Overkill. Wirklich feinster Trash Metal, wie erwartet. Danach ging es noch weiter etwas alte und neue Bekanntschaften pflegen auf dem Campground.

 

Freitag

Zum traditionellen Frühstücksgrind am Freitag traten GUT auf. Vor der Bühne ging es wie gewohnt für Grind los. Circle Pits, Masken, Kostüme und Gummispielzeuge alles was das Grinder Herz höher schlägt. Verwunderlich war nur, dass die Security nicht wollten, dass mit dem Handy Videos vor der Bühne aufgenommen werden.

Weiter ging es mit den Finnen von Demilich mit ordentlichen gurgelnden Sound und ihren speziellen Gitarrensounds. Sympatische Jungs und schöner melodischer Death Metal.

Mit Vital Remains ging es heute weiter. Eh man sich versehen hat, brannte auf der Bühne auch schon das Neue Testament in den Händen des charismatischen Sängers. Belohnt wurde das Publikum mit einem neuen Song „A world without god“. Über 10 Jahre ist das aktuelle Album schon alt.

Für mich, der Region geschuldet, ging es zu Verheerer, düsterer Black Metal als opener auf der Zeltbühne. Die Jungs aus Flensburg durfte ich im Hamburger umkreis schon öfters erleben.

Wer sich bei dem Regen doch getraut hat zur Bühne zu kommen, weiß was ihm erwartet. Die US Death Metaller Kombi Nile stand auf dem Plan. Normalerweise wehen ihre Haare auf der Bühne wegen den Ventilatoren, doch heute ist es dem Wetter geschuldet gewesen. Trotz des Regens herrschte eine super Stimmung vor und auf der Bühne.

Mein Tagesabschluss bildete Autopsy. Die Jungs aus den USA sieht man in Deutschland leider seltener. So spielen sie auch 2017 exklusiv nur auf dem Party.San. Schöner Old School Death Metal.

 

Samstag

Wie jeden Tag, wurden heute wieder alle geweckt durch die schöne Esmiralda mit zwei hämmernde Kanonenschläge. Dies ist eine weitere schöne Tradition dieses Festivals.

Los ging es auf der Hauptbühne mit Gruesome Stuff Relish aus Spanien. Schöner Grindcore, Gore, Frog Noise. Ein gelungener Start in den Samstag.

Die Schwedische Death/Trash Truppe Merciless feierte ihr 30. Jähriges Bestehen auf dem diesjähren Party.San. Schnelle Gitarren und präzise und mitreißende Riffs heizten die Menge an. Ein würdiger Jubiläumsauftritt.

Eine weitere Legende aus den USA betritt die Hauptbühne. Possessed gaben ihr Bestes und die Menge war begeistert. Auch diese Band existiert schon seit 1983 und hat seine Wurzeln im Death Metal.

Weiter ging es mit Marduk. Böse, markerschütterndes Gekreische, schnelles Getrommel, dazu ein Pentagramm aus Bühnenlicht und meterhohe Flammen. Die Schwedener zeigen was sie können, extremes Geknüppfel vom feinsten und lassen dabei der Menge kaum etwas ruhe zwischen dem Headbangen.

Mein Fazit, es war wieder ein spitzen Festival und das trotz des Regens! Dickes Lob geht an die Soundtechnik, welches fast durchgehend für einen guten Sound gesorgt haben. Ein weiteres Lob an die KollegenInnen vom Licht. Eigentlich kann ich der ganzen Crew nur ein Lob aussprechen. Immer Nett und Hilfsbereit. Auch die Mischung bei den Bands ist super abgestimmt wieder gewesen. Auch wenn es für meinen Geschmack etwas mehr Death/Grind lastig sein könnte. Ein Lob geht auch an die Marktstände. Eines der wenigen Festivals, wo ich selten mein Campingkocher Anwerfen tue. Die Auswahl ist super und die Preise moderat. Zum Schluss auch an all die Leute die das Party.San zu einem unvergesslichen Festival gemacht haben.

SEE YOU NEXT YEAR!!!

 

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